In der Spätmoderne verändern sich die Gestalt der evangelischen Kirche und die Formen gelebter Kirchlichkeit. Konnten sich vor zwanzig Jahren kirchliche Studien noch am Leitbegriff der Volkskirche orientieren, so verzichten die Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert, die das Impulspapier "Kirche der Freiheit" jüngst entworfen hat, auf den Begriff, der lange Zeit die praktisch-theologische Diskussion ebenso wie das kirchliche Selbstverständnis geprägt hat.Die "praktisch-theologischen Erkundungen" Fechtners verfolgen die Entwicklungen der beiden letzten Jahrzehnte. Sie zeichnen die Konturen des gegenwärtigen spät-volkskirchlichen Christentums nach und loten aus, welchen Sinn es macht, heute weiterhin von einer "Volkskirche im Übergang" zu sprechen.